27.09.2007
Rot-Weiss Essen - Eintracht Trier
„Super-Mario“ besiegt harmlose Essener
Tolles Fußballwetter an der Hafenstraße, viele gut gelaunte Fans und ein halbwegs gefüllter Gästeblock: Optimale Bedingungen für einen schönen Fußballnachmittag im Georg-Melches-Stadion. Leider machte die rot-weisse Ideenlosigkeit allen hoffnungsvollen Fans einen Strich durch die Rechnung. Am Ende fiel sogar noch das Tor für Trier, so dass man keinen einzigen Punkt in Essen behalten konnte.

Eine Rückkehr an die Hafenstraße gab es für den Trierer Trainer Mario Basler, der am Anfang seiner Karriere von 1989 bis 1991 in Essen spielte. Der bekannte Ex-Profi sorgte in Trier für einen Aufwärtstrend und neue Begeisterung unter den Anhängern der Eintracht. Kein Wunder also, dass auch in Essen der Gästeblock recht gut besucht war. Bundesligaschiedsrichter Peter Gagelmann sorgte für weitere Prominenz auf dem Spielfeld. Allerdings zog er aufgrund einiger strittiger Entscheidungen den Zorn der Essener auf sich.
Etwas überraschend begann die Eintracht die Partie recht offensiv. Einige harmlose Schüsschen konnten das Tor von André Maczkowiak allerdings nicht ernsthaft gefährden. Mit der Zeit bekamen die Essener das Spiel besser in den Griff, kamen jedoch auch nicht entscheidend vor das Tor von SVE-Torwart Miletic. Erst nach 25 Minuten ergab sich di erste richtige Chance für Pagano, der jedoch zu lange mit dem Abschluss wartete, so dass der Trierer Torhüter parieren konnte.
In der Folgezeit plätscherte das Spiel weiter nur vor sich hin. Bereits beim Halbzeitpfiff kamen erste Unmutsäußerungen von der Tribüne. Den Fans wurde bei weitem nicht der Fußball geboten, der ihnen versprochen worden war, und den man in den ersten Saisonspielen in Lotte und gegen Schalke bewundern konnte.

Während die Trierer Fans weiter auf den Punktgewinn hofften und die Essener Anhängern langsam genervt die Köpfe hängen ließen, fiel doch noch ein Tor, allerdings auf der „falschen“ Seite. Nach einer Offensivaktion der Eintracht bekam die Abwehr den Ball nicht richtig weg. Plötzlich landete das Leder bei Gustav Schulz, der wenige Meter vorm Tor keine Mühe damit hatte, den Essener Keeper zu überwinden. Ein absolut unnötiges und dummes Gegentor. Auch in den letzten Minuten passierte im Trierer Strafraum nichts mehr, so dass Peter Gagelmann mit seinem Schlusspfiff die Fans von einem Grottenkick erlöste und bei den Anhängern aus Trier für große Freude und Erleichterung sorgte.

Dass die Mannschaft trotz der Ausfälle einiger Leistungsträger guten Fußball spielen kann, hat sie gegen Köln bewiesen. Beim Auswärtsspiel in Cloppenburg müssen Spieler und Trainer zeigen, dass das Spiel gegen Trier nur ein Ausrutscher war. Sonst droht die Stimmung unter den erfolgshungrigen Fans zu kippen. Bereits heute zeigte sich, dass das Essener Publikum auf schlechte Leistung sehr empfindlich reagiert. Daher kann als Devise für die Fahrt nach Niedersachsen nur ein Sieg ausgegeben werden. Man muss vorsichtig sein, aber bei einer Niederlage am kommenden Freitag darf man bereits von einer (Mini-) Krise sprechen.
Jawattdenn-Spielerbewertung
![]() Maczkowiak [3-] |
![]() St. Lorenz [3] |
![]() Karabas [4+] |
![]() Czyszczon [3-] |
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![]() Kühne [5] |
![]() Ritz [5] |
![]() Pagano [5+] |
![]() Karadag [3] |
![]() Kurth [3-] |
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![]() Mölders [4+] |
![]() Aydin [4+] |
![]() Said [4] |
Rot-Weiss Essen
Maczkowiak - Kotula, Czyszczon, S.Lorenz, Karabas - Kühne - Ritz (46. Aydin), Karadag (82. Penn), Pagano (55. Said) - Kurth, Mölders Eintracht Trier
Miletic - O'Connor, Lacroix, Cinar, Dingels - G. Schulz, Hartung - L. Schäfer (74. C. Müller), Bradasch (70. Wittek) - Hentschke (81. Risser), Toure Tore
0:1 Schulz (87.)
Zuschauer
7.687 Schiedsrichter
Gagelmann (Bremen)
Gelbe KarteS. Lorenz - O'Connor, Hentschke, Miletic |
